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paygha am 19. Februar 2012. Abgelegt in
Allgemein Nach sieben Tagen campen in der herbert street (st. Kilra – Stadtteil Melbourne) und leben von Steckdose zu Steckdose, geht es nun weiter Richtung erstem Job.
Eins kann ich euch aber sagen, mitfahren in einem Auto hat enorm viele Vorteile auf so einem Trip, wie ich ihn gerade gemacht hab- quer an der Ostküste entlang.
Ich denke etwas länger als nen Monat haben wir im Van geschlafen, gerne mit Strandblick und nur dort wo es uns gefallen hat – was für mich definitiv eine coole Sache war!
Doch sieben Tage ohne Hostel in der Großstadt (Melbourne/ St kilda) überleben, ohne die Möglichkeit (offiziell) selbst kochen und duschen zu können, ist nicht jedermanns Sache.
Leben wie ein Obdachloser, haben wir es gerne genannt. Unsere Akkus an jeder nur möglichen Steckdose geladen, ihr glaubt nicht an welchen Orten wir das schon gemacht haben. Aber ich bin zäh und fand auch das irgendwie interessant.
Zum duschen haben wir uns einfach in Hostels geschmuggelt (Stiftungwarentest: klappt super)..
Unser Freund Nicola, der italienischer Koch, den wir kurz vor meinem Geburtstag kennengelernt haben, reiste immer noch mit uns und hatte sogar direkt neben uns im der Herbert Street – Tür an Tür – verweilt.
Dem Thema parken in Melbourne könnte ich einen eigenen Eintrag widmen, aber ich reiße das Thema mal kurz an.
Kurz gesagt, schwer einen normalen Parkplatz zu finden (max Dauer gerne mal nur 1std und natürlich teuer), noch schwerer solch einen beschrieben, freien Parkplatz zu finden, fast unmöglich kostenlose freie und campingfähige Plätze zu finden.
Ich musste viel im internet recherchieren bis ich de info mit der Herbert Street hatte. Das in genau dieser street auch noch zwei nebeneinander frei waren, kann kein Zufall sein.

Aber es ist natürlich nicht erlaubt über Nacht im Auto zu bleiben, was uns auch fast zum Verhängnis wurde.
Gestern (18.02) hat das Ordnungsamt die komplette backpackerfraktion verwarnt und 200$ angedroht, wenn noch weiter in der street geschlafen wird. Die Dame war so freundlich, weshalb wir uns entschieden hatten nur noch eine weitere Nacht zu bleiben.
Wie geht’s nun weiter mit Australien?
Mir war es in Melbourne nicht ganz klar wohin und vor allem wie, denn Hannes will sich hier länger einnisten und auch in der Industrie arbeiten bis sein Besuch ( in ca. zwei Monate) nachreist.
Nicola muss auch aus Melbourne, da er spezielle Farmarbeit machen will, damit er sein 2. Jahr Australien bekommen kann (normal ist 1 Jahr Visum).

Die beiden Mädels, die mit Nicola im Van gereist sind, trennen sich ebenfalls hier.
Mir hat gestern ein Vöglein gezwitschert das es in Kununurra gute Farmarbeit gibt.
Da ich sowieso grad nichts vor hab und Freunde dort bereits sind, warum nicht?
Bissl Reisekasse auffüllen, damit ich in Neuseeland nochmal richtig Gas geben, erscheint mir sinnvoll. Wobei auch gesagt werden muss, ich hab genug Geld an Bord, müsste es nicht machen – möchte aber zwei/drei Wochen Arbeit mitnehmen.
Flug und Bus sind gebucht, für mich geht’s morgen (20.02) ca. 4000 km weiter in den Nordwesten. In Darwin, dort wo ich Lande, treffe ich zwei andere Backpacker mit denen ich dann neun Stunden Bus vor mir habe.
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paygha am 16. Februar 2012. Abgelegt in
Allgemein Auf unserem Trip von Sydney nach Melbourne (ca 1300 km) haben wir viel gelacht und einige lustige Leute kennengelernt.
Einer davon, ein Schweizer, hat mit seinen interessanten Erzählungen von Neuseeland ein richtiges Feuer in mir entfacht.
Uns gegenüber hat sich der gute als Dominik vorgestellt, wir aber haben Ihn sofort enttarnt und erkannt – somit wurde er kurzer Hand auf den Namen Jesus getauft.
Er konnte zwar nicht Wasser in Wein verwandeln, sah aber so aus, nur sein Kreuz hatte er anscheinend in der Schweiz vergessen.
Jesus berichtete intensiv über die geile Landschaft und die Möglichkeiten vor Ort, wodurch für mich nicht mehr ein ob sondern nur noch ein wann zur Debatte stand.
Jesus reist die nächsten Tage wieder zurück ins Paradies, wo ich ihn sicherlich irgendwann aufsuchen werde – drei Monate bleibt er mindestens noch.
Zuvor werde ich erstmal Melbourne bestaunen, da auch demnächst die Formel 1 zu Gast ist, sicherlich eine gute Idee.
Niedergelassen haben wir uns im Stadtteil St. Kilda, der dies gleich mal mit einem angenehmen Straßenfestival gewürdigt hat.


Zwischenbilanz nach ca. 5 Wochen road trip durch down under;
Alles richtig gemacht, Pepsi ohne Sugar ist nur halb so gut und zum Waschen braucht man Waschpulver.
Meine neue Leidenschaft: into the wild – neuseeland ich komme (demnächst)
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paygha am 10. Februar 2012. Abgelegt in
Allgemein Nicht nur das neu entdeckte iPhone App ist ein Bereicherung für mich. Australien fährt nun richtig dick auf und lässt es ordentlich krachen.
Die letzten Tage waren wir an Victorias südlichstem Punkt, in einem, mir gehen bald die Wörter für “schön” aus, Nationalpark, der es wirklich in sich hat.
Günther musste uns zuvor aber erstmal durch Australiens Fichtelgebirge kämpfen, um uns diese atemberaubende Landschaft zu ermöglichen. Die Anstrengung wurde aber prompt mit einem hammergeilen Meeresblick gewürdigt.
Wenn es ein Lehrbuch über “Filmreife Momente – eingefangen in einem Bild” gäbe, würde das nachfolgende Exemplar im Kapitel für fortgeschrittene platziert werden müssen.

Kein Bild und auch keine Wörter können das beschreiben, was die Natur an diesem Ort vollbracht hat. Die gemachten Schnappschüsse mit dem iPhone können vielleicht 20% der Wirklichkeit einfangen, sowas muss man definitiv erlebt haben, um es festzuhalten.


Stellt euch das ganze bei über 25 Grad Sonnenschein und einer angenehmen Meeresbrise vor, die einem ins Gesicht flattert, dann wisst ihr warum es immer mehr Leute ans andere Ende der Welt zieht.
Das die Menschheit in Australien nur zu Gast ist, merkt man überall sofort. Selbst wenn du nur dein Zelt aufbaust und dich nicht davon bewegst, wirst du auf die wahren Einwohner treffen. Wollabis, Kängurus und diverse Vogelarten dulden einen hier nur und gehen mit den Eindringlingen gerne mal auf Tuchfühlung.



Die Tage im Abgelegenen und somit auch ohne Internet/Handempfang haben jeden mal gut getan.
Auch wenn wir alle versammelt waren, herrschte gerne mal Ruhe, denn jeder hat die Stille und Einzigartigkeit erkannt und genossen.
Man konnte sich perfekt Zeit nehmen und den Dingen Aufmerksamkeit schenken, die nicht überall so entspannt möglich sind.
Ob nun ausgedrückt in einem ausgiebigem Tagebucheintrag, einem guten Buch, cooler Musik – oder so wie ich, in allem inkl. wandern.

Verliebt in die neue Heimat, gebe ich zurück an die deutschen Empfangsstationen.
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paygha am 7. Februar 2012. Abgelegt in
Allgemein Das iPhone fährt nun Richtung auf und zeigt in vollen Zügen seine Stärken.
Beim durchstöbern im Internet bin ich auf eine APP gestoßen, mit der ich nun schnell und einfach direkten Zugriff auf meinen Blog habe.
Bilder und Videos kann ich nun direkt vom iPhone hochladen – ein Segen!
Ich muss jetzt nicht erst immer umständig an einen PC um dort die Kamera anzuschließen. Die Bilder, die derzeit noch auf der normalen Kamera sind, reiche ich bald nach, alles andere kommt nun unkompliziert und up to date vom iPhone.
Zum vorherigen Eintrag habe ich Testweise mal ein Bild hochgeladen.
Video scheint auch zu funktionieren, muss nur mal etwas probieren und basteln.
Link zum Video
Bisher hatte ich nur 500MB freies Datenvolumen, für die ich nicht mehr wie ein müdes lächeln über hatte. Als hardcore iPhone-User schieß ich sowas in ner langweiligen Woche weg. Heute habe ich mal auf drei GB aufgerüstet und werde diese sicherlich spielend einfach innerhalb der 30 Tage verschlingen.
Da ich mein Handy hier nun als Allzweckwaffe (Buchungen/Reservierungen, Skype,vorab infos über die bevorstehenden Ziele, Onlinebanking, Navi und nicht zuletzt den ausführlichen Wetterbericht) einsetze, sind die drei Gig gut investiert – Notebook überflüssig.
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paygha am 6. Februar 2012. Abgelegt in
Allgemein Die letzten Tage ist nicht wirklich viel passiert, deshalb ist leider kein großer Eintrag zustande gekommen.
Jetzt, nach fünf Tagen des Schweigens, hat sich wieder etwas angesammelt, sodass hier die Spinnweben nun entfernt werden können -womit wir auch schon bei einem Thema wären, aber alles chronologisch zu seiner Zeit.
Die Ortschaften in denen wir zuletzt waren hießen Batemans Bay, Narooma und Merimbula, welche ca. 180 km an der Küste entlang verteilt sind.
Vorab muss ich gestehen, war bis auf gestern, den 5. Februar, mal wieder das Wetter sehr europäisch, sodass bei unserem ersten Halt in Batemans Bay nur die Stadt etwas erkundet werden konnte und der bezaubernde Strand links liegen gelassen werden musste – mehr gab es hierzu auch nicht zu erkunden/berichten, weshalb wir direkt weiter nach Narooma geschippert sind.
In Narooma, einem wunderschönen 3000 Einwohner Fleckchen, konnten wir zumindest ein wenig mehr Sightseeing betreiben, jedoch auch nur begrenzt, da der Wetterbeauftragte es noch nicht gut mit uns meinte.
Regen-/Temperaturbedingt war also nun endlich mal Zeit sich intensiv um Günther zu kümmern. Günther, unser Auto, wurde durch die Vorbesitzer und einem wirklich sehr schlechten Innenausbau (wir tippen auf Franzosen) ziemlich massakriert. Die Bettkonstruktion, bzw. der Versuch ein Bett zu bauen, ging gewaltig in die Hose. Wer das fabriziert hat, dessen Haus möchte ich gerne mal sehen, wobei ich vielleicht darauf tippe das der Franzose in irgendeiner Grube lebt, denn mehr wie ein Loch ausheben kann so einer gewiss nicht. Die Beschreibung der lustlosen Lagerung der Kisten im Heckbereich, erspar ich euch.
Da wir als Reisende gerade unser Werkzeug nicht in Reichweite hatten, um Günther zu erlösen, hatten wir spontan eine kleinen Baumarkt angesteuert, der uns prompt Zugriff auf alles was so keucht und fleucht, gewährt hatte. Schwer bewaffnet ging es ans Eingemachte um dem Übel ein Ende zu setzen. Günther konnte relativ schnell befreit und neu gestaltet werden. Der freundliche Baumarktbesitzer stand uns immer mal zur Seite und hat selbst auch die Kreissäge geschwungen, wenn gerade keine anderen Kunden da waren – ein echter Aussie eben.
-Bilder folgen-
Nach dem erfolgreichen Projekt und ca zwei Stunden Fahrt mit dem gut gelaunten Günther, ging es weiter nach Merimbula, wo wir nur knapp zwei Freunde (die aus den Blue Mountains) verpassten – wir sind ihnen dicht auf den Fersen.
Wie es der Zufall eben so will, gab es zum Ausgleich zwei andere Freunde, die auch gerade in Merimbula residieren – Australien ist echt ein Kaff.
Die beiden Mädels hatten noch einen Italiener und Pedro im Schlepptau. Pedro, so nennt der Italiener sein Vehicle, und Günther wurden auf dem 4,5 Sterne Campingplatz (Man gönnt sich ja sonst nix) zum gegenseitigen kennenlernen nebeneinander platziert. Die beiden hatten sich prächtig verstanden und auch Petrus hatte Erbarmen mit uns und spontan einen 30 Grad Strandtag spendiert. Endlich! Ob er wusste das ich den Tag darauf (heute) Geburtstag hab? Man munkelt es jedenfalls.
Den Tag konnten wir perfekt bei dem ein oder anderen Bier ausklingen lassen und formell (10 Std Zeitverschiebung zum deutschen 6.2) anstoßen.
- Bild folgt -
Nach 40 Dollar investiertem Bier (festhalten: nicht mehr wie ein Kasten), einer kurzen Nacht und einer erfrischenden Dusche in der Früh, geht es heute mit Günther und Pedro nun weiter Richtung Lake Entrance (ca. 200km), wo wir die beiden anderen Kollegas vermuten.
Für die Strecke, auf der wir uns aktuell auch noch befinden, ist definitiv volltanken Pflicht! Erst kürzlich gabs eine Aktion nirgendwo im irgendwo, bei der wir kaum noch Saft im Tank hatten und nur durch gutes Zureden und Komplimenten an Günther, eine rettende Tankstelle erreichten – Ich hatte mich schon auf einen längeren Fußmarsch eingestellt.
Bild 1 siehe unten
Die Tankstelle bzw. der Zapfhahn war unbesetzt und ging auch erst nach der dritten (!) Kreditkarte. Ein Glück das wir gut vorbereitet sind.
Auf dem Weg zur letzten Tankstelle, diesmal eine richtige, die auch meine deutsche Kreditkarte bedingungslos annahm, hatten wir einen mehrbeinigen Passagier an Bord und plötzlich mitten auf der Windschutzscheibe (natürlich innen!).
Für meinen europäischen Maßstab ca. mittelgroß und auf den ersten Blick gefährlich. Die wieder mal rettende Tanke war noch ca. 250 Meter entfernt – für mich aber fast zu weit entfernt, als das Teil im Fußbereich verschwand, wollte ich raus. Jo behielt aber die Nerven und hat Günther noch souverän am Zapfhahn platziert.
Nun aber raus hier und Insekten(wasauchimmer)spray holen, griffbereit an der Schiebetür natürlich gelagert- sind schliesslich nicht zum Spaß hier, sondern auf der Jagd!
Dann kam die Entwarnung, eins zu null für Thüringen, die Evolution hat gegen so eine Waffe (nicht Thüringen, sondern das Spray) keine Chance gehabt. Der Tankwart, der unser Schauspiel beobachtet hatte, konnte sich beim bezahlen natürlich einen kleinen Schwank nicht verkneifen. Seiner Ansicht nach war die Spinne nicht so gefährlich und wir hätten sie doch einfangen und freilassen sollen, wohlgemerkt mit einem breiten grinsen im Gesicht. Ich liebe das Volk hier – wenn ich Deutschland mal verlassen sollte, dann garantiert hierher und genau wegen solchen Leuten (siehe auch oben, Baumarkt). Ein längeres Statement was ich allgemein und aktuell von den Menschen in Deutschland halte, erspar ich euch – lernt selbst mal eine andere Mentalität kennen, dann könnt ihr mir folgen.
Mit diesen doch mal kritischen Worten schließe ich den Eintrag für heute und beende das wacklige getippe auf dem iPhone – zur Info, unser Tagesziel Lake Entrance ist noch ca. 70 km entfernt.
Bild 1
Man beachte das volle Netz, die Uhrzeit die Entfernung zur Tanke. Günther hat zur der Zeit schon mehrfach den leeren Tank reklamiert.

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paygha am 1. Februar 2012. Abgelegt in
Allgemein Für uns ging es heute direkt weiter an der absoluten Hammerküste, zuvor hatten wir aber noch einen kleinen Umweg in Kauf genommen um Kangaroo-vey anzuschauen.
Auf dem Weg dorthin gabs aber leider ein paar technische Schwierigkeiten, weshalb der zweite Notstop auf unserer bisherigen Reise angesagt war.
Das komplette Auto war innerhalb von wenigen Sekunden in Rauch gehüllt und meine Wenigkeit wurde durch einen beherzten Schrei aus dem Schlaf gerissen. Keine Sekunde später bin ich auch schon aus dem Auto gesprungen/gefallen, was auch immer – Kabelbrand unter meinem Sitz.
Der Vorbesitzer hatte eine kleine Deckenlampe installiert und höchst professionell das dazugehörige Kabel an der Batterie (auf der ich Sitze) angeklemmt.
Zum Glück hatten wir die Lage gleich im Griff und den vermeidlichen Verursacher mittels Multitool entfernen können. Schön das immer alles griffbereit ist. Glück im Unglück jedenfalls- der Sitz und ein Rucksack waren schon angeschmort.
Nach dem Schreck und einem kurzen / regnerischem Aufenthalt in Kangaroo-vey, ging es wieder zurück Richtung Küste und nach Hyams Beach. (bisher schönster Strand)
- Bilder folgen -
Hyams Beach müsste eigentlich Kangaroo vey heißen, dort hatten zwei roo’s (so sagens die Aussies) in aller Seelenruhe einen Vorgarten als Küche umfunktioniert. Lustiger weiße waren wir auch gerade am Essen und keine 30 Meter entfernt. Den beiden schien es geschmeckt zu haben, durch uns liesen sie sich jedenfalls nicht stören.
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paygha am 31. Januar 2012. Abgelegt in
Allgemein Spontan wie wir sind, haben wir uns entschlossen Cessnock über Nacht zu verlassen.
Die Weinernte wollte uns nicht so richtig haben, trotz einiger Anrufe bei Vermittlern und zufälligem ansteueren von Farmen, wurde uns nur evtl. für frühestens Freitag etwas angeboten.
Ein Land so groß wie Europa, mit nur ca. 22 Mio. Einwohner, hat auch bestimmt noch den ein oder anderen Job für uns also what the fuck - das Meer haben wir auch schon länger nicht mehr gesehen (bestimmt fünf Tage), deshalb kurz die Landkarte geschwungen, Ziel fixiert, ab ins Auto und gib ihm – 250 km galt es zu knacken.
Gerade noch rechtzeitig vor Johannes Geburtstag, 20 vor zwölf, hatte uns das Meer wieder und wir haben wie gewohnt nur 30 Meter vom vertrautem Nass unser Lager, diesmal in Shellharbour, aufgeschlagen.


Fasziniert von der Schoenheit
Nach der Nacht und dem netten Wake up Service der Meeressonne, ging es dann mal wieder ans legale campen und direkt in einen wunderschönen Nationalpark mit Duschen, schönem Grün, einer Art Wohnblock mit kleinen Zimmern für besser zahlende, überdachtem BBQ-Platz und natürlich direktem Strandzugang – Mann darf sich schließlich mal was gönnen.

Der abgelegene Strand war mit drei Surfern und einem Wanderer mal richtig gut besucht – solche Menschenmassen bin ich gar nicht mehr gewöhnt! Dafür ist wenigstens auf dem Campingplatz ruhe, neben uns nur noch ein Aussie und der Ranger.
Ideale Bedingungen für einen kleinen Nightwalk durch die leere Anlage – also Messer, Lampe und Handy griffbereit am Mann (wie immer) und Abfahrt.
Als ich mir das oben bereits erwähnte leerstehende Gebäude mit den Zimmern etwas nähere angeschaut hatte und plötzlich irgendein Viech in der Ecke war, kam ich mir kurzfristig wie in einem schlechten Horrorfilm (Hostel) vor. Aber zum Glück war das Haus vom Ranger gleich in der Nähe, bloß was war das für einer? Der Hauptakteur aus dem Hostel? Der gute oder der böse? Da ich diesmal auch keinen Tourguide dabei hatte und nicht weiß was sich hier so rumtreibt, hab ich mich bei guter elektronischer Musik im Ohr einfach auf die Straße gesetzt und bei schönem Blick auf die Skyline von Shellharbour, den heutigen Blogeintrag geschliffen und freigegeben.
Um euch mal nen Einblick zu gönnen, was ich so den lieben langen Tag treibe, werde ich, insofern nichts anderes passiert, immer mal alltägliches einbauen.
Heute aus dem kleinen Backpacker 1 x 1:
#1 Essen
Selber kochen? Fehlanzeige! Jedes Hostel hat Küche, Kühlschrank und meist gutes Zubehör zum kochen griffbereit, man müsste es nur einsetzen (können).
Gerade zur Anfangszeit hat man aber keine Lust und Zeit, es gib ja so vieles neues um einen herum, sodass die bekannten Fastfood-Ketten sehr gut und schnell (daher auch der name: fast) an einem verdienen.
Dass sich dies zwangsläufig auch auf den Geldbeutel und die Hüfte auswirkt, merken nach drei Wochen auch die letzten. Immer nur Burger, Sandwiche, oder frittiertes Huhn – irgendwann is mal gut. Die Versuchung ist echt groß, jeder der schon mal hier war, weiß was ich meine.
Nach und nach schafft man es aber (hoffentlich) weg davon und schwingt selbst mal öfters das Kochbein.
Wir für unseren Teil kaufen fast täglich ein – wissen ja schließlich nicht wohin es uns morgen zieht (siehe oben).
Neben einer Kühlbox, Wasserkanister, Gaskocher, Töpfen und ausreichend Besteck, sind wir wirklich bestens ausgestattet. Kulinarische Leckerbissen warten nur auf Zubereitung.
Der Vorbesitzer hat uns sogar nen Reiskocher und Sandwichmaker überlassen – ob die aber jemals zu Einsatz kommen, bezweifle ich derzeit noch.
Ich hab mir erlaubt den Tisch inzwischen schon mal zu decken und die ersten Schritte vorzubereiten. Waschen, schälen, schneiden, das übliche – ihr könnt euch schon mal hinsetzen bis ich fertig bin.
Und was habt ihr heute schönes gemacht? Schnee geschoben, übers Wetter aufgeregt? Mmh, ok – Gut zu hören! Hier ist es auch recht schön.
Wenn ihr dann so langsam fertig mit Schnee seit, greift zu!
(Die nachfolgenden Bilder sind für Freunde / Familie nicht geeignet und wurden aufgrund der aktuellen Lage/Situation gemacht. Platz 1 der Nahrungskette wurde nicht geräumt (Hühnchen).


An gud’n!
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paygha am 29. Januar 2012. Abgelegt in
Allgemein Ohne Einheimischen hätten wir diesen wundervollen See, der umschlungen von unberührter Natur und mitten in einer Talsenke gelegen war, niemals im Leben gefunden. Es hat sich im wahrsten Sinne bezahlt gemacht, sich der Countrymusic-Truppe anzuschliessen, denn ohne hätten wir für so ein Erlebnis wohl einiges hingeblättert.
Jimmy, der immer noch als Tourguide gelegentlich arbeitet, hat da wirklich ein Ass aus’m Ärmel gezaubert. Vergleichbare Touren, z.b. am Ayers Rock kosten mit geführtem Camping gleich mal 100 Dollar pro Rucksack und Tag.
Von Tamworth ging es jedenfalls ca. eine Stunde im Konvoi Richtung Paradies-Tal. Ich nenne den Ort bescheiden mal so, da mir der Name nicht einfällt – das letzte Ortsschild war auch ca. 20-30km entfernt.
Sobald die Fastfood Ketten in den Orten weniger werden, ist das ein guter Indikator für mich wirklich mal weg vom Schlag zu sein. Ich hab’s leider versäumt ein Schild von mc donalds zu fotografieren, welches den nächsten mc Café in ca 100 km angekündigt hat. Normal hat jedes verschlafene Nest ab gefühlten 400 Einwohnern mind. drei Schnellketten – ( Mc Donalds, hungry Jack ((der australische Burgerking)) und Dominos((Pizza))).
Zurück zum Paradies-Tal, dort angekommen haben wir direkt am See unser Nachtlager vorbereitet und alles in Windeseile in Stellung gebracht. Steine für die Feuerstelle suchen, Zelte aufbauen, Holz beschaffen und natürlich das Festmahl (7kg Fleischstück mit Kartoffeln und Karotten) vorbereiten.
Ich hab mich dem Feuertrupp, wie soll es auch anders sein, angeschlossen und bin Holz jagen gegangen. Mit dem Geländewagen ging es ab durch die Heide und nach und nach haben wir immer mal paar Nester gefunden, sodass der Jeep gut gefüllt war. Jedoch brauchten wir auch etwas dickere Kameraden, die uns die Nacht über etwas mehr Freude spenden,weshalb wir uns auch in (noch) abgelegerne Böschungen bewegt haben. Jimmy meinte nur so am Rande, Watch out snakes! Der Tscheche, der ebenfalls mit an Bord war, und ich schauten uns nur so an und die internationale Körpersprache sprach Bände. Is he joking? Es war kein Witz und wir bewegten uns wie in einem Minenfeld hintereinander und kamen aber dennoch zum gewünschten Ziel.
Mit der guten Ausbeute ging es direkt zurück und das Feuer wurde in deutsch-deutsch-tschechischer Kombi entfacht. Inzwischen haben sich auch ein paar Kängurus in unsere Richtung verirrt und ca. 50 Meter an unsere Hauptquartier vorbeigezogen. Somit habe ich auch mein erstes lebendes Känguru gesehen – das andere, aus Sydney, war weniger lebend und ist als Burger in Richtung Magen gewandert.



Das Paradiestal haben wir nach einer Nacht verlassen und sind nun in Cessnock, einem bekannten Weinanbaugbiet. Dort werden wir nun ein paar schnelle Dollars machen und danach weiterziehen.
Von
paygha am 28. Januar 2012. Abgelegt in
Allgemein Der Australiaday ist in Sydney wahrhaft ins Wasser gefallen. In und um der schönen Hafenstadt hat der Regen leider die Oberhand errungen und uns somit dazu gezwungen Woy Woy einen Tag früher als geplant zu verlassen.
Wir sind daher in die nächst größere Ortschaft weiter gezogen, wo wir mit zwei deutschen Backpacker Mädels kurzfristig verabredet waren.
Die beiden hatten einen Aussie, zwei Tschechen und einen Geländewagen im Schlepptau und waren auf direktem Weg zu Australiens größten Countryfest. Wir mussten nicht lange überlegen und sind einfach mitgefahren. Es ging also im Verband direkt an Newcastle vorbei und weiter ins ca. 3 Std entfernte Temworth.
Auf dem Weg dorthin sind wir gleich mal in eine Polizeikontrolle geraten. Dem Beamten war der internationale Führerschein wohl nicht so geläufig, aber nach einer amüsanten Alkoholkontrolle durften wir trotzdem weiterfahren. Wenn ihr euch nicht zum Affen machen wollt, vergesst die deutschen Alkoholmessgeräte. Versucht nicht in ein Gerät zu pusten in das man eigentlich hineinsprechen soll, es sieht wirklich zu witzig aus. In das Teil musste man jedenfalls hineinsprechen und bis zehn zählen – scheint sehr neu zu sein! Jimmy, der australische Geländewagenfahrer und unser neuer Kumpel, hatte bei der Kontrolle ebenfalls mit angehalten und uns geholfen die Geschichte locker abzuwickeln. Ein schmunzeln konnte er sich berechtigter Weise aber nicht verkneifen
Unsere Gruppe wird von einem Einheimischen geführt, der die wirklich coolen Orte kennt, beruflich nebenbei als Tourguide arbeitet und zudem noch ein Surfbrett auf dem Dach hat, perfekte Bedingungen also!
Der Australiaday, den wir auf dem Countryfestival verbracht haben, lässt sich kurz und einfach mit einem wow beschreiben. Die Aussies sind wirklich stolz auf sich und ihr Land und haben keine Probleme damit es zu zeigen. Entsprechend sind die Leute auch ausgerastet wie fast überall.
Nach zwei Tagen cooler Countrymusic verlassen wir nun die Kleinstadt die nirgendwo im irgendwo liegt und ziehen weiter ins Landesinnere zum Bush campen.
Ich war zwar noch nie in Amerika, würde es mir aber so wie hier vorstellen. Überall Pickups, Cowboyhüte und freundliche Einheimische die immer für einen Plausch zu haben sind – die typische Kleinstadt.
Fazit: Countrymusic fetzt und mit meinem neuem coolen Hut falle ich als Deutscher nun hoffentlich weniger auf. Wobei ich sagen muss, je weiter wir uns von der Küste und den beliebten Routen entfernen, desto weniger Deutsche und Ausländer treffen wir. A Traum!
Ich versuche die Ereignisse immer als Notizen festzuhalten, damit ich den Blog leichter und schneller schreiben kann. Kaum hab ich also den Tag und meine Rohfassung fürs Internet fertig, passiert auch schon wieder was neues, was ich direkt mit einbauen möchte.

Aktuell sitze ich am Straßenrand und warte bis unser Fahrzeug wieder fahrbereit ist. Wir hatten gestern vergessen den Kühlwassertank zu schließen, sodass der jetzige Notstop vorprogrammiert war. Sobald der Motor etwas abgekühlt ist, werden wir weiter Richtung Landesinnere fahren und mit unserer Gruppe die bush camping night starten.
Von
paygha am 25. Januar 2012. Abgelegt in
Allgemein Irgendwie konnten wir uns von Sydney und der Umgebung noch nicht loesen, daher sind wir schon die dritte Nacht in folge im schoenen Woy Woy – Die Weiterfahrt verzoegert sich noch. Da der Australia-Day (Nationalfeiertag) ebenfalls morgen ansteht und es wohl unglaublich schoen in Sydney sein soll, moechten wir uns das nicht entgehen lassen.
Die Stadt liegt ca. 1 Stunde von der Zentralstation entfernt und ist via Zug sehr einfach und guenstig (10$ fuer hin und zuerueck) erreichbar. Tagsueber bewegen wir uns in Sydney und gegen Abend zieht es uns dann ins ruhigere Woy Woy, wo wir direkt am Strand quartier bezogen haben. Gestern Nacht musste ich mir den Strand zwar mit einem einheimischen Angler teilen, aber damit konnte ich leben.
Bei unserer Fahrt, heute Mittwoch, zum Bahnhof von Woy Woy ist mir am Strassenrand ein rotes Auto mit gelb, roten Lichtern aufgefallen. Ich konnte nicht wiederstehen und es dauerte keine Minute, da sass ich auch schon drin.


Ein Voeglein hat mir gezwitschert das Feuerwehrleute wohl gesucht werden – meine Anfrage Schraegstrich Bewerbung habe ich gerade an vier Bundesstaaten geschickt. Mit meinem Visum und der zugeteilten Steuernummer steht mir prinzpiell jede Tuer offen. Ich denke zumindest fuer ein Praktikum oder freiwilligen Arbeit sind meine Chancen realistisch.
Drueckt die Daumen!