Project Australia

Einmal bis ans Ende der Welt und zurück

Erster Arbeitstag

Von am 22. Februar 2012. Abgelegt in Allgemein

Wie für Australien üblich, kam mal wieder alles etwas anders als -kurzfristig- geplant.

Wir kamen hierher weil uns unser Kumpel nen Job für Farmarbeit bei einer Art Baumschule besorgt hat.

Bei unserer Ankunft wurde aber auch empfohlen, sich bei der Arbeitsvermittlung mal zu registrieren, um auf Nummer sicher zu gehen, da so eine Art von Arbeit gerne mal wegen Wetter und anderen Faktoren schwankt – genau wie jetzt. Wir werden auf der Farm zwar gebraucht, der Job ist auch sicher, voraussichtlich aber erst in zwei Wochen.

Heute (22.02), 0815 und keine 24 Std nach unserer Registrierung bei der Vermittlung, hat uns ein Anruf früh aus dem Bett gesprengt.

Da ja noch keine Arbeit in Aussicht war, wollten wir länger schlafen um danach in die “Stadt” zu gehen um schonmal Arbeitskleidung zu beschaffen – daraus wurde natürlich nichts.

Jedenfalls hat uns die freundliche Dame einen Job angeboten, zufällig hatte sich bei ihr eine örtliche Baufirma gemeldet und Bedarf für drei boys angemeldet, sie meinte natürlich gleich zu ihm, ich hab da die richtigen für dich. Sie hatte direkt bei der Anfrage an uns gedacht – sehr schöner Zufall.

Wir hatten nur knapp eine halbe Stunde bis die Arbeit aufn Bau los ging, sie würde uns sogar dorthin fahren – sehr freundlich, danke an der Stelle nochmal.

Im Feuerwehrstyle, irgendwas angezogen – essen aus dem Kühlschrank gerissen und gib Ihm, ging es zur Vermittlung wovon es weiter zu unserer Arbeitsstelle ging.

Der Arbeitsort ist eine fast fertiggestellte Ferienanlage, direkt um die Ecke. Ich würde Sie als besser bis luxuriös bezeichnen. Wie Australier eben sind, haben sie erst zwei Wochen vor Übergabetermin festgestellt, dass sie eben noch Leute brauchen. Unser Aufgabengebiet ist schnell erklärt, einfache Hilfsarbeiten. Ich habe fast 6 stunden Blumenbeter mit Kies dekorativ befüllt und fand die Temperatur echt angenehm und erträglich.

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Für Deutschland wohl ein “perfekter Sommer”, hier einfach nur angenehm. Kein scheiß – hätte mir das nie träumen lassen!

Wir arbeiten von 5:30 bis 13:30, anders ist das nicht möglich, da dich die Sonne sonst aus’n Leben tritt.

Die Bezahlung ist wirklich gut, soviel verdient keiner von uns in Deutschland, wohlgemerkt als Hilfsarbeiter. Für die bevorstehende Farmarbeit gibt es dann nochmal etwas mehr Money.

Mit zwei backpackern aus Taiwan, die ebenfalls als Hilfsarbeiter beschäftigt sind, haben wir uns schon bestens angefreundet – alle anderen sind auch top und absolut australisch! Hab zwar noch nie aufn Bau gearbeitet, denke aber es ist mit Deutschland nicht zu vergleichen.

Nach einem anstrengenden, dreckigen aber guten Arbeitstag gehts jetzt ins Bett (21:45) – ihr könnt euch nun ja in etwa vorstellen wann der Wecker morgen klingelt.

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