Project Australia

Einmal bis ans Ende der Welt und zurück

Darwin – Kununurra

Von am 20. Februar 2012. Abgelegt in Allgemein

Nach meinem vier Stunden Nachtflug von Melbourne nach Darwin, bin ich ohne nennenswerte Vorfälle im schwülen Norden angekommen.

Dort habe ich auch gleich den ersten Australier kennengelernt, der Deutsche noch für was besonderes hält.

Normal überfluten unsere Mitbürger das Land, so dachte ich, aber im Norden/ Nordwesten scheint das nicht so extrem zu sein. Mit dem Taxifahrer, der mich vom airport zur Bushaltestelle gebracht hat, konnte gleich mal etwas über europäische Politik geschwätzt werden – er hat angefangen und kannte sich sogar aus! – Wie er mir zum Abschied noch berichtet hat, nennen ihn seine Freunde gerne mal hitler, weil sein indischer Name ähnlich klingt – wohlgemerkt mit einem breiten grinsen im Gesicht, typisch Australisch.

An der Bushaltestelle angekommen, ging es nach eine Stunde Wartezeit direkt im Bus weiter Richtung Kununurra.

Knapp zehn Stunden, zwei Zeitzonen und ca. 700 km durchs Nichts gefahren, bis auf eine kleinere Siedlung, bei der der Bus den ersten Stopp hatte, war da nur noch eine Hand voll Tankstellen und ich nenn es mal Baracken-Siedlungen, mit vielleicht 50-100 Leuten (fast nur Aborigines), zu finden.

Wir hatten noch zwei weitere Stopps bei denen wir uns kurz außerhalb bewegen konnten, richtig wohl- und willkommen gefühlt hat sich aber keiner.

Der weiße Eindringling der alle vertrieben hat und den Alkohol mitgebracht hat, so würde ich meine Eindrücke unter der Hand bezeichnen.

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Gestartet sind wir zu vielleicht 15 (ohne Crew), zum Zeitpunkt des Fotos waren es mit Crew nur noch acht Leute – warum auch mehr, wer will schon hier raus ;-)

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Zur Landschaft kann ich nur ein absolutes wow aussprechen, stundenlang nur unberührte Natur, Felsen, Schluchten und bis zum Horizont Wald (oder wie auch immer man das hier nennen kann) und natürlich kein Zeichen von Zivilisation. Als der Busfahrer dann noch eine “two and a half man” DVD eingelegt hat, war die Fahrzeit absolut erträglich.

An einem kleinen Buschfeuer sind wir ebenfalls aus sicherer Entfernung vorbei gefahren. Um uns herum waren auch vorher immer mal verbrannte Flecken, was für mich nur eine Frage der Zeit war, bis es bei der Hitze mal raucht – ist Teil der Natur und schadet in der Größe vermutlich keinem.

Bevor wir nach Kununurra einfahren durften, musste der Bus und jeder Rucksack noch durch ein Quarantäne Kontrolle, bei der keine frischen Lebensmittel gestattet waren – warum auch immer. Mein Sandwich hatte ich zu dem Zeitpunkt schon verspeist gehabt, also hat mich das nicht weiter interessiert. Bemerkenswert das die wirklich jeden kontrolliert haben.

Angekommen sind wir bei tropisch-schwülen 27-28 Grad und hässlichen Gewitterwolken.

Ich bin gespannt! Gruß in die Heimat

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