Leaving Melbourne
Von paygha am 19. Februar 2012. Abgelegt in AllgemeinNach sieben Tagen campen in der herbert street (st. Kilra – Stadtteil Melbourne) und leben von Steckdose zu Steckdose, geht es nun weiter Richtung erstem Job.
Eins kann ich euch aber sagen, mitfahren in einem Auto hat enorm viele Vorteile auf so einem Trip, wie ich ihn gerade gemacht hab- quer an der Ostküste entlang.
Ich denke etwas länger als nen Monat haben wir im Van geschlafen, gerne mit Strandblick und nur dort wo es uns gefallen hat – was für mich definitiv eine coole Sache war!
Doch sieben Tage ohne Hostel in der Großstadt (Melbourne/ St kilda) überleben, ohne die Möglichkeit (offiziell) selbst kochen und duschen zu können, ist nicht jedermanns Sache.
Leben wie ein Obdachloser, haben wir es gerne genannt. Unsere Akkus an jeder nur möglichen Steckdose geladen, ihr glaubt nicht an welchen Orten wir das schon gemacht haben. Aber ich bin zäh und fand auch das irgendwie interessant.
Zum duschen haben wir uns einfach in Hostels geschmuggelt (Stiftungwarentest: klappt super)..
Unser Freund Nicola, der italienischer Koch, den wir kurz vor meinem Geburtstag kennengelernt haben, reiste immer noch mit uns und hatte sogar direkt neben uns im der Herbert Street – Tür an Tür – verweilt.
Dem Thema parken in Melbourne könnte ich einen eigenen Eintrag widmen, aber ich reiße das Thema mal kurz an.
Kurz gesagt, schwer einen normalen Parkplatz zu finden (max Dauer gerne mal nur 1std und natürlich teuer), noch schwerer solch einen beschrieben, freien Parkplatz zu finden, fast unmöglich kostenlose freie und campingfähige Plätze zu finden.
Ich musste viel im internet recherchieren bis ich de info mit der Herbert Street hatte. Das in genau dieser street auch noch zwei nebeneinander frei waren, kann kein Zufall sein.
Aber es ist natürlich nicht erlaubt über Nacht im Auto zu bleiben, was uns auch fast zum Verhängnis wurde.
Gestern (18.02) hat das Ordnungsamt die komplette backpackerfraktion verwarnt und 200$ angedroht, wenn noch weiter in der street geschlafen wird. Die Dame war so freundlich, weshalb wir uns entschieden hatten nur noch eine weitere Nacht zu bleiben.
Wie geht’s nun weiter mit Australien?
Mir war es in Melbourne nicht ganz klar wohin und vor allem wie, denn Hannes will sich hier länger einnisten und auch in der Industrie arbeiten bis sein Besuch ( in ca. zwei Monate) nachreist.
Nicola muss auch aus Melbourne, da er spezielle Farmarbeit machen will, damit er sein 2. Jahr Australien bekommen kann (normal ist 1 Jahr Visum).
Die beiden Mädels, die mit Nicola im Van gereist sind, trennen sich ebenfalls hier.
Mir hat gestern ein Vöglein gezwitschert das es in Kununurra gute Farmarbeit gibt.
Da ich sowieso grad nichts vor hab und Freunde dort bereits sind, warum nicht?
Bissl Reisekasse auffüllen, damit ich in Neuseeland nochmal richtig Gas geben, erscheint mir sinnvoll. Wobei auch gesagt werden muss, ich hab genug Geld an Bord, müsste es nicht machen – möchte aber zwei/drei Wochen Arbeit mitnehmen.
Flug und Bus sind gebucht, für mich geht’s morgen (20.02) ca. 4000 km weiter in den Nordwesten. In Darwin, dort wo ich Lande, treffe ich zwei andere Backpacker mit denen ich dann neun Stunden Bus vor mir habe.


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