Cessnock – Shellharbour
Von paygha am 31. Januar 2012. Abgelegt in AllgemeinSpontan wie wir sind, haben wir uns entschlossen Cessnock über Nacht zu verlassen.
Die Weinernte wollte uns nicht so richtig haben, trotz einiger Anrufe bei Vermittlern und zufälligem ansteueren von Farmen, wurde uns nur evtl. für frühestens Freitag etwas angeboten.
Ein Land so groß wie Europa, mit nur ca. 22 Mio. Einwohner, hat auch bestimmt noch den ein oder anderen Job für uns also what the fuck - das Meer haben wir auch schon länger nicht mehr gesehen (bestimmt fünf Tage), deshalb kurz die Landkarte geschwungen, Ziel fixiert, ab ins Auto und gib ihm – 250 km galt es zu knacken.
Gerade noch rechtzeitig vor Johannes Geburtstag, 20 vor zwölf, hatte uns das Meer wieder und wir haben wie gewohnt nur 30 Meter vom vertrautem Nass unser Lager, diesmal in Shellharbour, aufgeschlagen.
Nach der Nacht und dem netten Wake up Service der Meeressonne, ging es dann mal wieder ans legale campen und direkt in einen wunderschönen Nationalpark mit Duschen, schönem Grün, einer Art Wohnblock mit kleinen Zimmern für besser zahlende, überdachtem BBQ-Platz und natürlich direktem Strandzugang – Mann darf sich schließlich mal was gönnen.
Der abgelegene Strand war mit drei Surfern und einem Wanderer mal richtig gut besucht – solche Menschenmassen bin ich gar nicht mehr gewöhnt! Dafür ist wenigstens auf dem Campingplatz ruhe, neben uns nur noch ein Aussie und der Ranger.
Ideale Bedingungen für einen kleinen Nightwalk durch die leere Anlage – also Messer, Lampe und Handy griffbereit am Mann (wie immer) und Abfahrt.
Als ich mir das oben bereits erwähnte leerstehende Gebäude mit den Zimmern etwas nähere angeschaut hatte und plötzlich irgendein Viech in der Ecke war, kam ich mir kurzfristig wie in einem schlechten Horrorfilm (Hostel) vor. Aber zum Glück war das Haus vom Ranger gleich in der Nähe, bloß was war das für einer? Der Hauptakteur aus dem Hostel? Der gute oder der böse? Da ich diesmal auch keinen Tourguide dabei hatte und nicht weiß was sich hier so rumtreibt, hab ich mich bei guter elektronischer Musik im Ohr einfach auf die Straße gesetzt und bei schönem Blick auf die Skyline von Shellharbour, den heutigen Blogeintrag geschliffen und freigegeben.
Um euch mal nen Einblick zu gönnen, was ich so den lieben langen Tag treibe, werde ich, insofern nichts anderes passiert, immer mal alltägliches einbauen.
Heute aus dem kleinen Backpacker 1 x 1:
#1 Essen
Selber kochen? Fehlanzeige! Jedes Hostel hat Küche, Kühlschrank und meist gutes Zubehör zum kochen griffbereit, man müsste es nur einsetzen (können).
Gerade zur Anfangszeit hat man aber keine Lust und Zeit, es gib ja so vieles neues um einen herum, sodass die bekannten Fastfood-Ketten sehr gut und schnell (daher auch der name: fast) an einem verdienen.
Dass sich dies zwangsläufig auch auf den Geldbeutel und die Hüfte auswirkt, merken nach drei Wochen auch die letzten. Immer nur Burger, Sandwiche, oder frittiertes Huhn – irgendwann is mal gut. Die Versuchung ist echt groß, jeder der schon mal hier war, weiß was ich meine.
Nach und nach schafft man es aber (hoffentlich) weg davon und schwingt selbst mal öfters das Kochbein.
Wir für unseren Teil kaufen fast täglich ein – wissen ja schließlich nicht wohin es uns morgen zieht (siehe oben).
Neben einer Kühlbox, Wasserkanister, Gaskocher, Töpfen und ausreichend Besteck, sind wir wirklich bestens ausgestattet. Kulinarische Leckerbissen warten nur auf Zubereitung.
Der Vorbesitzer hat uns sogar nen Reiskocher und Sandwichmaker überlassen – ob die aber jemals zu Einsatz kommen, bezweifle ich derzeit noch.
Ich hab mir erlaubt den Tisch inzwischen schon mal zu decken und die ersten Schritte vorzubereiten. Waschen, schälen, schneiden, das übliche – ihr könnt euch schon mal hinsetzen bis ich fertig bin.
Und was habt ihr heute schönes gemacht? Schnee geschoben, übers Wetter aufgeregt? Mmh, ok – Gut zu hören! Hier ist es auch recht schön.
Wenn ihr dann so langsam fertig mit Schnee seit, greift zu!
(Die nachfolgenden Bilder sind für Freunde / Familie nicht geeignet und wurden aufgrund der aktuellen Lage/Situation gemacht. Platz 1 der Nahrungskette wurde nicht geräumt (Hühnchen).
An gud’n!





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