Bush camping
Von paygha am 29. Januar 2012. Abgelegt in AllgemeinOhne Einheimischen hätten wir diesen wundervollen See, der umschlungen von unberührter Natur und mitten in einer Talsenke gelegen war, niemals im Leben gefunden. Es hat sich im wahrsten Sinne bezahlt gemacht, sich der Countrymusic-Truppe anzuschliessen, denn ohne hätten wir für so ein Erlebnis wohl einiges hingeblättert.
Jimmy, der immer noch als Tourguide gelegentlich arbeitet, hat da wirklich ein Ass aus’m Ärmel gezaubert. Vergleichbare Touren, z.b. am Ayers Rock kosten mit geführtem Camping gleich mal 100 Dollar pro Rucksack und Tag.
Von Tamworth ging es jedenfalls ca. eine Stunde im Konvoi Richtung Paradies-Tal. Ich nenne den Ort bescheiden mal so, da mir der Name nicht einfällt – das letzte Ortsschild war auch ca. 20-30km entfernt.
Sobald die Fastfood Ketten in den Orten weniger werden, ist das ein guter Indikator für mich wirklich mal weg vom Schlag zu sein. Ich hab’s leider versäumt ein Schild von mc donalds zu fotografieren, welches den nächsten mc Café in ca 100 km angekündigt hat. Normal hat jedes verschlafene Nest ab gefühlten 400 Einwohnern mind. drei Schnellketten – ( Mc Donalds, hungry Jack ((der australische Burgerking)) und Dominos((Pizza))).
Zurück zum Paradies-Tal, dort angekommen haben wir direkt am See unser Nachtlager vorbereitet und alles in Windeseile in Stellung gebracht. Steine für die Feuerstelle suchen, Zelte aufbauen, Holz beschaffen und natürlich das Festmahl (7kg Fleischstück mit Kartoffeln und Karotten) vorbereiten.
Ich hab mich dem Feuertrupp, wie soll es auch anders sein, angeschlossen und bin Holz jagen gegangen. Mit dem Geländewagen ging es ab durch die Heide und nach und nach haben wir immer mal paar Nester gefunden, sodass der Jeep gut gefüllt war. Jedoch brauchten wir auch etwas dickere Kameraden, die uns die Nacht über etwas mehr Freude spenden,weshalb wir uns auch in (noch) abgelegerne Böschungen bewegt haben. Jimmy meinte nur so am Rande, Watch out snakes! Der Tscheche, der ebenfalls mit an Bord war, und ich schauten uns nur so an und die internationale Körpersprache sprach Bände. Is he joking? Es war kein Witz und wir bewegten uns wie in einem Minenfeld hintereinander und kamen aber dennoch zum gewünschten Ziel.
Mit der guten Ausbeute ging es direkt zurück und das Feuer wurde in deutsch-deutsch-tschechischer Kombi entfacht. Inzwischen haben sich auch ein paar Kängurus in unsere Richtung verirrt und ca. 50 Meter an unsere Hauptquartier vorbeigezogen. Somit habe ich auch mein erstes lebendes Känguru gesehen – das andere, aus Sydney, war weniger lebend und ist als Burger in Richtung Magen gewandert.
Das Paradiestal haben wir nach einer Nacht verlassen und sind nun in Cessnock, einem bekannten Weinanbaugbiet. Dort werden wir nun ein paar schnelle Dollars machen und danach weiterziehen.



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